Karl Späth

*22-12-1889
+21-02-1939
Als Feuerwehrmann im Jahre 1931


In Épinonville in Nordfrankreich wurde diese Erkennungsmarke des Soldaten Karl Späth gefunden. Mit Hilfe von zwei engagierten deutschen Personen aus Bad Ems und Becheln ist es uns gelungen, mehr über diesen Soldaten herauszufinden. Der aus Becheln stammende ehemalige Militäroffizier und Forscher Rainer Ansel (geb. 1949) hat dafür gesorgt, dass die Familie von Karl Späth ausfindig gemacht wurde. Er hat uns sogar ein Foto von Karl Späth geschickt als Feuerwehrmann aus dem Jahr 1931. Karl Späth hatte also den Krieg überlebt!
Karl Späth
Infanterie-Leibregiment Großherzogin (3. Herzogliches Hessen) Nr. 117. Dieses Regiment gehörte zur ID 25, der 25. Infanteriedivision. Während der Mobilmachung im Jahr 1914 wurde beschlossen, das 1. Reservebataillon mit vier Kompanien aufzustellen, um eventuelle Verluste auszugleichen. Karl wurde im Alter von 25 Jahren als Reservist einberufen.
Im Jahr 1914 wurde diese Division in Luxemburg, den Ardennen, an der Marne und an der Somme eingesetzt. Das gesamte Jahr 1915 über war sie ebenfalls an der Somme im Einsatz, und im Februar 1916 wurde sie an die Maas verlegt. Ab dem 21. Februar nahm die Division an der Schlacht um Verdun teil und gehörte zum 18. Armeekorps. Nach dem 9. März 1916 wurde die Division neu organisiert und am 10. April 1916 erneut eingesetzt. Die Verluste waren enorm, und am 25. April wurde die Division unter schweren Verlusten zurückgezogen und erneut neu organisiert. Mitte Mai verließ die 25. Division die Maas-Region, um nie wieder zurückzukehren. Anhand dieser Daten erhalten wir ein konkretes Bild von dem Zeitraum, in dem Karls Regiment hier stationiert war: vom 1. Februar 1916 bis einschließlich 25. Mai. Es muss innerhalb dieses Zeitraums gewesen sein, dass Karls Erkennungsmarke zusammen mit 55 anderen Marken in der Nähe des deutschen Friedhofs von Épinonville weggeworfen wurde.
Die Angabe „IR 186“ unten auf dem Namensschild deutet auf eine Versetzung zur ID 185 hin. Aber! Diese Division war nie in Épinonville und schon gar nicht in der Meuse.
1. Hat er die Angaben (IR 186) in Épinonville im dortigen Erholungslager hinzugefügt, später weggeworfen und vor seiner Abreise ein völlig neues Namensschild angefertigt? Das teilbare Namensschild wurde erst am 16. November 1916 eingeführt; das gefundene Namensschild ist von älterem Typ.
2. Wurde er etwa versetzt?
3. Tatsache ist, dass sein Schild gleichzeitig mit 55 anderen Namensschildern verschiedener anderer Armeeeinheiten gefunden wurde.
Quelle: Histories of two hundred and fifty-one divisions of the German Army which participated in the war (1914-1918), General Staff, United States.
Anmerkung: Die Informationen in diesem Buch sind nicht immer zu 100 % zuverlässig und wurden anhand von Internetquellen überprüft.
Unser besonderer Dank gilt :
· Rainer Ansel aus Becheln (Deutschland), der die Familie von Karl Späth ausfindig gemacht hat und uns sehr viel über ihn erzählen konnte.
· Maarten Otte, von dem die strategische Geschichte zu diesem Namensschild stammt. Er ist Eigentümer des Kriegsmuseums in Montfaucon-en-Argonne (Frankreich) und hat mehrere Bücher über den Ersten Weltkrieg und die Schlachten von 1870–71 verfasst (in der englischen Sprache).
